Iran 2013 per Motorrad - Technik

Ein Blick auf die technischen Aspekte

Motorräder

Wir zwei-zylindern durch die Welt...

Fünf Mopeten stehen am Start. Eine auf 210kg vollgetankt modifizierte TransAlp. Eine Africa Twin RD07a. Eine Tiger 955. Und zwei BMW 800 GS.

Die TA läßt sich fahren wie ein Fahrrad - trotz großer 80L-Kiste auf dem Heck. Nichts­desto­trotz stellt sie sich mit dem größten Durst bei moderatem Tank als unser Tankstellen-Magnet heraus. Bei Tendenz 300km flattert regelmäßig und dringendst die weiße Flagge.

Die Africa Twin ist der Tanker im Team. Sie rettet nicht nur 1x durch ihr höheres Tank­volumen die leergefahrene TA. Sie wird auch an jeder Tankstelle insgesamt 2-3L weniger Sprit nachfassen als die TransAlp.

Im absoluten - ungeplanten - Hardcore-Ge­lände stellen sich alle Moppeds samt Gepäck als zu schwer heraus. Wenn's kippt, dann tschüß. Aber vorher kommen Wahnsinn, Gashand & ein Halleluja...
Die beiden BMWs laufen wieder außer Konkurrenz. Maik fährt pauschal flotten Stiefel. Thomas fährt kontinuierlich. Das äußert sich in geringerem Verbrauch als auch Verschleiß.

Nichtsdestotrotz sind beide 800er unsere Sparbrötchen. Wenn die TA tanken muß, machen die beiden Sprüche, daß sie noch den halben Tank voll haben. Thomas realisiert Verbräuche unter 4L/100km. Und auch Maik liegt im unteren 4er-Bereich.

Beide sind begeistert von ihren BMWs. Maik schwärmt nach einigen wirklich hardcore-gefahrenen Asphalt- als auch offroad-Passagen wiederholt vom Fahrwerk. Kay flucht auf den unerwartet hohen Verbrauch seiner TransAlp - trialt aber als Profi in haarigem Geläuf mit dem leichtesten Mopped spielerisch an allen vorbei. Maik mit Enduro-Erfahrung und BMW ihm dicht auf den Fersen.

Reifenwahl

Asphalt, Schotter, Schlamm und Sand

Aus Erfahrungen früherer Reisen rüsten wir alle 5 Motorräder ohne Wenn und Aber mit Heidenau K60 Scout aus. Die Transalp trägt hinten 130er, Africa Twin 140, Tiger 955 und beide 800 GS 150er Breite.

Wie erwartet schlagen sich alle Reifen absolut tadellos. Wir sind zig-tausend Kilometer sehr zackig auf Asphalt unterwegs. Wir prügeln die Moppeds über Schotterpisten und Felsstufen. Wir fahren zig Kilometer durch feuchte, schlammige Passagen. Graben die Moppeds in tiefem Kies und Sand ein. Kay zieht einen langen Metallsplitter aus dem Profil.

Egal, was, wie und wo wir tun - die K60 Scout schlagen sich auf allen Moppeds traumhaft.
Sie sind für uns - für unsere speziellen Zwecke - die Allround-Reifen schlechthin.

Nach mehr als 13.000 km sportlich im Expresstempo auf jeweiligem Untergrund sind wir alle hochzufrieden. Und es stecken im Notfall sicherlich weitere 4.000-5.000km im verbliebenen Profil.

Liebe Heidenauer, einen absoluten Top-Reifen habt Ihr da gebaut! Ich hoffe nur, daß die zu beobachtende Preissteigerung (mein 7.? 8.? Satz) irgendwann ihre Obergrenze erreicht hat...
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Weniger ist mehr

David versus Goliath oder Verstand versus Nachsicht

Ich schiebe gerade meine Africa Twin in eine bulgarische Werkstatt für Schweißarbeiten am Heckrahmen. Kiste, Gepäck, Sitzbank und alle Heckverkleidungen sind ab. Ich schiebe plötzlich ein Fahrrad...

In Georgien in einer Schotterkurve irgendwo in Swanetien treffen wir auf zwei Africa Twins und eine alte BMW. Alle drei sind beladen mit je zwei dicken 45L Boxen, einer Rolle in der Größenordnung einer Babybadewanne auf dem Heck und einem turmhohen Tank­ruck­sack. Von einem der Jungens fällt tatsächlich die Frage, ob unsere 70-80L Baumarktkisten auf dem Heck nicht extrem den Schwerpunkt verschlechtern.

Aus akademischer Sicht ist die Frage sicher fundiert und berechtigt. Aaaabäääär ... Freunde ... ist Euch aufgefallen, daß wir insgesamt max. 1/3 Eures Gepäcks mit uns herumschleppen ;) ?

Erklärt sich daraus evtl. der Fakt, daß wir im komplizierteren Geläuf (trotz Voll­aus­stat­tung) locker an Euch vorbeifliegen ;) ?

Mag uns allen das ausgefuchste Marketing der Motorradhersteller auch suggerieren, ein Ozeandampfer mit TKC80 sei Abenteuer pur,
ein 40L-Zusatztank für 2.000km Reichweite wäre das Non-Plus-Ultra, kein Hardcore-Traveller würde ohne mund­ge­blasenen High- Fidelity-Aluminium-Krümmer­schutz auf Rei­sen gehen und ohne Xenon-Zu­satz­schein­wer­fer wärest Du verloren. Fakt ist:
  • kippt die Bude, hebst Du jedes Gramm einzeln auf - JEDES GRAMM
  • im haarigen Geläuf rufst Du eh nur 30-40 Deiner evtl. verfügbaren 120-150 PS ab
  • in unbekanntem Terrain vermeidet man unnötige Nachtfahrten - wozu also Zusatzscheinwerfer?
  • Warum 20kg Mehrgewicht durch einen großen Tank, wenn man mit den 300km Original-Reichweite an 6 Tankstellen vorbeikommt?
  • . . .
FAKT 1: Jedes nicht mitgeschleppte Gramm steigert Deinen Fahrspaß und mindert den Ärger im Fall des Falles.

FAKT 2: Mehr Gewicht fordert mehr Können.

FAKT 3: Wenn's richtig haarig wird, ist meine Africa Twin (+ Gepäck) für 1,90m/100kg Mensch zu schwer.

Schmierung & Verschleißmaterial

Gerührt - nicht geschüttelt

TransAlp, Tiger und eine BMW bekommen morgens und nach entsprechenden Passagen die Kette gesprüht. Thomas fährt wieder CLS-Öler. Denny hat einen KÖS-Öler.

Nach vielen staubigen Passagen werden die staubtrockenen Ketten kurz geflutet - egal, ob mit Spray oder Öl. Beide Varianten funktionieren problemlos. Bei über 10.000km muß natürlich an entsprechenden Nachschub gedacht werden.

Unterschätzt haben wir den Bremsabrieb. Die vorderen bei Abreise neuen Bremsklötze halten bei allen die gesamte Tour durch.

Maiks angefahrene hintere Beläge müssen im Iran gegen unterwegs neu erworbene ge­tauscht werden.
Auf der AT sind die hinteren bei Abfahrt neuen Beläge auf der Rücktour in Bulgarien bedenklich geschrumpft. Ich hoffe noch, daß sie mit sparsamerem Einsatz der hinteren Bremse bis Deutschland halten.

Einen Tag später - nach entsprechenden, feuchten Schotter- und Schlammkilometern - ist aber auch der eigentlich bis Dtl. erhoffte knappe 1mm Restbelag finalamente ver­schwunden. Ich fahre Tendenz 2.000km ohne hintere Bremse bis ich in der Slowakei neue Beläge ohne große Umwege erwerben und verbauen kann.

Ich habe gelernt: Bei 10.000+km-Touren mit zu erwartend feuchten Offroad-Passagen wird ein zusätzlicher Satz hintere Beläge mit­ge­nommen.

Gepäckaufbewahrung

Deckel auf, rein & fertig

Dieses Mal haben alle Mopeten hinten zen­tral eine Alu-Kiste verbaut. 4x 70L hoch und schmal. 1x 80L flach und breit.

Allen gemeinsam: Sie kosten gut unter 100 EUR. Boden und Deckel sind durch uns verstärkt. Im Deckel sind Ösen für Netz oder Spanngummis verankert. Hinten an den Kisten sind Halter für große 1,5-2L Wasser- oder Spritflaschen befestigt.

Geht's in's Hotel, dann Deckel auf, eine Tasche herausgehoben, Deckel zu und Abmarsch. Wird gezeltet, holen wir drei Ein­mann- und ein Zweimann-Zelt, Isomatten, Schlafsack etc. aus den Kisten. Natürlich ist faktisch der Schwerpunkt ungünstiger als bei Seitenkoffern. Da wir aber alle stark minimiertes Gepäck mit uns führen (und in den Kisten sogar noch Platz haben), fällt der Nachteil des hohen Schwerpunktes im Vergleich zu uns begegnenden Motorrädern mit wesentlich mehr Gepäck überhaupt nicht auf.

Im Gegenteil: Die Kisten verstecken sich im Fahrtwind hinter dem Fahrer. Unterwegs kann man sich auch mal lässig anlehnen. Sie sind superschnell bepackt.
Lediglich in wirklich hartem Gelände merkt man den hohen Schwerpunkt - aber dort sind einerseits unsere Motorräder selbst viel zu schwer.

Andererseits würden vermutlich die ganzen anderen, viel schwerer bepackten Moppeds dort überhaupt nicht durchkommen ohne ab­zu­laden...

Allerdings: Wüßte ich im Vorfeld, daß ich einen hohen Offroad-Anteil bzw. einen damit verbundenen hohen Schwierigkeitsgrad einplane, würde ich definitiv auf Weichgepäck umsteigen. Bei der Menge an zwangsläufig mitzunehmendem Gepäck würde ich mir mal die Magadan-Seitentaschen oder Enduristan-Monsoon anschauen. Allerdings müßte ich auch auf ein leichteres Motorrad aus­weichen... ;)

Die Tiger 955 fährt einen Sorgenfrei-Klick-Tankrucksack. Die TransAlp die kleine En­du­ris­tan-Sportvariante. AT und BMW je einen wasserdichten Enduristan-Tankrucksack. Alle sind zufrieden - außer Kay, der sich anstelle des Riemen-Enduristan den Klick-Tank­ruck­sack seiner 1050er Tiger zurück­wünscht.

Es geht auch ohne...

Durchhaltevermögen versus Technik

Am südlichen Einstieg in die Ushguli-Mes­tia-Runde treffen wir auf ein illusteres Trio: Ein russisches Päärchen auf voll­be­packter TDM 900. Und ein Moldawier auf einer ebenso bepackten Hornet. Beide Moppeds mit Straßenreifen. Der vordere der Hornet dicht am Slick.

Zweifel kommen in zwei Teilnehmern unserer verbliebenen 4er-Gruppe auf, die die Runde vor zwei Jahren schon fuhren. Aufkommender Regen, Modder und Schlamm sind nicht geeignet, diese Zweifel zu mindern.

Mit unseren Reise-Enduros sind wir schneller und zügig verschwunden. Aber mühseelig ernährt sich das Eichhörnchen: Als wir im einsetzenden Sturzregen unter einem Baum die Regenklamotten überziehen und zwei von vieren den Regen unterm Baum aus­sit­zen wollen, dauert es keine Viertelstunde und die drei rollen stoisch im Sturzregen an uns vorbei.

Das weckt die Geister und auch bei uns geht's weiter. Zügig geht's vorwärts und wir stoßen auf die drei genau zu dem Zeitpunkt als die Hornet das erste Mal im Schlamm liegt. Es wird angepackt und kurze Zeit später verschwinden die Scheinwerfer am Horizont.
Nach einer besonders putzigen Passage stelle ich meine Twin ab, um der Hornet notfalls Schützenhilfe zu geben. Das wird zweimal passieren und dann ziehen wir final durch Regen und Schlamm vornweg - auf und davon.

Nach sehr schmierigen zig Kilometern sitzen wir abends am Zelt und die Gedanken schweifen mehrmals zu den dreien und wir hoffen, daß sie ohne Schaden eines der wenigen brauchbaren Plätzchen zum Cam­pieren erreicht haben.

Einer von uns hat sich kurz vor'm Tagesziel bei einem Sturz selbst das Knie verdreht. Am nächsten Morgen werden wir aus diesem Grunde spät starten - und auf die drei treffen. Es wird noch ein lustiges Katz- und Mausspiel werden, welches zwar immer wieder kurzzeitig durch uns gewonnen - final jedoch zugunsten der beiden Straßenmaschinen ausfallen wird, die am zweiten Tag die Runde noch beenden wollen derweil wir in Mestia bleiben.

Und die Moral von der Geschicht: Technik ist trallala. Wille und Durchhaltevermögen sind unschlagbar...

Zelte, Schlafsack, hoppsassa...

Wir wohnen unterm Sternenzelt

Da wir im Fall des Falles nicht jede Nacht mit einer festen Behausung rechnen können und es aus Kostengründen auch nicht zwangs­läufig wollen, hat jeder seinen Teil einer kompletten Camping-Ausrüstung dabei.

Hermann und Kay teilen sich ein Zwei- Personen-Iglu-Zelt. Beide nutzen noname-Schlafsäcke und -Isomatten. Hermann steuert zusätzlich einen Gas-Kocher bei.

Thomas und Maik transportieren je ein Wechsel Pathfinder ZG Einmann-Zelt (um die 1.9kg), eine Exped Luftmatratze und einen polnischen Cumulus-Schlafsack. Beide sind mit allen drei Komponenten hochzufrieden. Die speziellen Wünsche bzgl. der Cumulus-Schlafsäcke wurden superzügig durch Cu­mu­lus umgesetzt. Preise und Qualität sind ab­so­lut 1A.

Ich hatte ein MSR Hubba HP Einmann-Zelt, eine Thermarest Prolite-Isomatte, einen Ajun­gi­lak Sphere Spring Schlafsack und einen Primus Multifuel Benzinkocher dabei.

Zelt top. Original Footprint unbedingt em­pfehlenswert. Gewicht 1.3kg? Die mit­ge­lieferten 6 Heringe reichen auch bei starkem Wind. Fehlende Abspannleinen halte ich für nicht zwangsläufig notwendig. Die zwei großen Apsiden des Zeltes sind absolut aus­rei­chend für mein gesamtes Motorradkram. Das Zelt ist zackig auf- und abgebaut. Meine 1,90m finden gemütlich - auch sitzend - Platz.
Die HP-Version des Zeltes besteht aus leichteren und trotzdem noch stabileren Materialien. Die MSRs lassen sich durch eine sg. optionale "Gear-Shed"-Erweiterung im Volumen verdoppeln. Die Wechsel-Zelte in Geodät-Ausführung sind etwas windstabiler als das freistehende Einbogen-MSR-Zelt. Aber auch anderthalbmal so schwer, keine Sitzhöhe und wesentlich kleinere Apside. Pathfinders bekommt man gebraucht bei ebay für 150-180 EUR. Das MSR speziell in der HP-Version habe ich gebraucht nicht finden können. Trotz eigentlich fast 400 EUR Neupreis gibt es einen dt. Anbieter, der das Zelt neu für 249,- EUR verkauft.

Den Primus Multifuel nutze ich seit Jahren ohne Wartung. Hinein kommt ausschließlich der Sprit, den auch mein Mopped nimmt. Ob Motoröl aufwärmen bei -40°C in Norwegen, ein Kaffee in Kaukasus oder Outback - der Kocher tut.

Wichtig vielleicht noch zu erwähnen: Alle vier Zelte sind freistehend - notfalls hätten wir auch auf einem Betonparkplatz aufbauen können. Cumulus- und Ajungilak-Schlafsack mit Daunen sind leicht bei kleinem Packmaß. Feuchtigkeit war vorhanden, stellte aber keine Probleme dar.

Weiterführende Infos:
- Cumulus Schlafsäcke
- MSR Hubba Zelte
- Wechsel Pathfinder Zelte

Navigation & Kartenmaterial

Vorwärts immer - rückwärts nimmer

Planung im Vorfeld
Zur Ideenfindung haben wir im Vorfeld u.A. www.motoplaner.de genutzt. Neben Planung ist es auch möglich DIN A4 Landkarten zum Bepinseln auszudrucken (ich betreibe Motoplaner - und programmiere mir notfalls dran, was ich brauch... ;).

Kartenmaterial
Auch dieses Mal hatten wir von fast allen bereisten Gebieten wasserfeste, wild faltbare Landkarten von Reise-Know-How dabei. Als zusätzlich sehr praktisch bewies sich die sehr grobe Übersichtskarte Ost-Europa vom ADAC. Von Slowakei bis Türkei und Griechenland alles auf einem Blick.

GPS & OSM
Wirklich gute Dienste geleistet haben uns die Open Street Maps in Verbindung mit einem alten Garmin GPSmap 60 CSx. Ob notfalls Navigation, Hotel-, Bank- oder Ein­kaufs­markt-Suche - die Karten konnten fast immer helfen.
Sollte mir mein 60CSx irgendwann mal den Dienst versagen - es kündigt sich bereits im Display an, werde ich mir mal die Mon­ta­na-Reihe von Garmin sehr genau ins Auge fassen.

Unter garmin.openstreetmap.nl kann man sich alle notwendigen Karten selbst zu­sammenklicken. Alle Karten für unsere ge­sam­te Tour ergaben ca. 1.6 GB.

Weiterführende Infos:
- garmin.openstreetmap.nl
  (OSM-Karten für Garmin)
- www.motoplaner.de
  (Routenplanung & Karten ausdrucken)

Packliste und Optimierungspotenzial

So wenig wie möglich - so viel wie nötig

Packliste Tankrucksack
  • Stirnlampe
  • Papiere
  • derzeit relevante Karte, Notizbuch, Ohrstöpsel in Kartenfach
  • Fotoapparat(e) (Canon G15 + MagFilter-Adapter + Filter / schnelle Knipse/Helmkamera Drift HD Ghost)
  • Fernauslöser, Ladekabel Handy, Ladegerät Kamera-Akkus
  • Mini-Sonnencreme
  • 1L-Sigg-Flasche + Tasse
  • Seitenständer-Unterleger
  • Klopapier
  • Durchfall-Tabletten
  • Mücken-Tötolin
  • ggf. Stativ Slik Sprint Mini GM II
  • Batterien, Feuchttücher, Tragegurt TR Außentasche links
  • Feuer, Schleifstein, Multitool, Inbus-Schlüssel + wichtige Maulschlüssel, Traubenzucker TR Außentasche rechts
Packliste Kiste
  • Zelt + Footprint (MSR Hubba HP)
  • Isomatte (Thermarest Prolite)
  • Daunen-Schlafsack (Ajungilak Sphere Spring / Cumulus)
  • Benzin-Kocher + 2L-Topf + n x Tütensuppe + Streichhölzer + Göffel + Mini-Gewürze + 1L-Benzinflasche/Pumpe
  • ggf. Stativ Slik Sprint Mini GM II
  • schnell herausnehmbare Tasche mit
    • Waschtasche
      • Zahnbürste + Garage
      • 2x Zahnpasta klein
      • 1x 30g SebaMed-Seife
      • 1x Deoroller
      • Rasierer
      • Nagelschere
      • Wundheilcreme (Kaufmanns, ...)
      • TraumaPlant klein
      • Anti-Kopfschmerz/Krank Aspi Komplex/Para
      • Anti-Bienenstich/Nach-Mückenstich
      • 2. Ersatz-Sonnencreme klein
    • Beutel Klamotten
      • Wechselhose (Cargo, leicht)
      • Wechsel-T-Shirt gut
      • Wechsel-Strümpfe (1x)
      • Wechsel-Boxershort (1x)
      • Hemd Langarm (1x)
      • Fleece-Pullover (1x)
      • Wandersandalen/Flip-Flops
  • wechselweise Helmvisier/Sonnenschirm
  • nicht benötigte Landkarten
  • außen an Kiste
    • vorn ggf. Netz
    • oben per Gummiband ggf. Regenzeug
    • oben ggf. per Rockstrap Motorradjacke (sonst Rockstrap beiseite, da unnötig Mehr­aufwand beim Kisten­öffnen)
    • hinten ggf. Wasser­flaschen, Zusatzsprit
  • HT-Rohr Unterfahrschutz
    • 3x Montierhebel lang
    • 2x Felgenschoner
    • Kabelbinder lang
    • Putzlappen
  • im Motorrad verstauen
    • 2x Ersatzschlauch
    • ggf. 1x hintere Bremsbelege
    • ggf. 1x Kupplungshebel
    • ggf. 1x Handbremshebel
    • Luftpumpe
  • unter Sitzbank
    • Bordwerkzeug
    • Bowdenzugsatz
    • ggf. Zusatz-Öl Kettenöler
    • Multimeter
    • Sicherungssatz
    • Ersatzbirne
    • Ersatzkerze
    • Rot-Kreuz-Päckchen
    • ...
Optimierungspotenzial
Wären meine Wanderschuhe früher von der Reparatur zurückgekommen, die Stiefel wären daheimgeblieben...
  • anstelle 3kg Daytona TransOpen GTX Motorradstiefel, die ich sinnvoll nur 3 Tage anhatte, nächstes Mal nur hohe Wanderschuhe mit Goretex-Membran + wasserdichte Gamasche -> -2,8kg
  • Motorradhose bleibt daheim (1,3kg mitgeschleppt - es ging bei der Hitze immer ohne) -> -1,3kg
  • anstelle 1x 150g Seife (SebaMed) in Standard-Größe nur 1x 30g - reicht vollends -> -120g
  • anstelle Standard-Zahnpasta-Tube zwei kleine
  • 1 statt 2 kleine Tuben Reise­waschmittel
  • 2 Ersatzschläuche nächstes mal nicht hinten oben in Kiste, sondern irgendwo weiter unten vorne im Motorrad verstaut
  • Ersatzteile - hintere Bremsbeläge, Kupplungs- und Bremshebel, ... vorne unten im Motorrad anstelle hinten oben in Kiste verstaut
  • 12V Zigaanzünder-Ladegerät für Akku G15
  • Stativ Slik Sprint Mini GM II entweder in TR (erst darüber liegendes aus­räumen) ODER in Kiste (immer erst Kiste auf) ODER separat irgendwo in abschließbares, schnell zu öffnendes z.B. 110er HT-Rohr
  • nicht zu schweres Multitool mit arretierbaren Werkzeugen und Bithalter besorgen & anstelle altem Leatherman einpacken - das alte wird verschenkt auf der Reise...
  • kleines Silikonspray - schmiert, dichtet, macht Reißverschlüsse leichtgängig, ...
  • Maulschlüssel 8, 10, 12, 14 gleich rechts in äußere TR-Tasche
Fast 5kg weniger Gewicht + 1kg weiter unten vorn... der Unterschied im Gelände ist bereits drastisch spürbar.

(Die ganze Angelegenheit Packliste primär für mich selbst zwecks Gehirn wie Sieb...;)

Foto & Video

Dokumentation in Wort und Bild

Vornweg zweierlei Gedanken: GUTE Fotos machen benötigt mehr als eine gute Kamera. GUTE Videos machen erfordert eigentlich entweder viel Zeit oder gleichzeitig 3+ Kameras, jede Menge Know-How und viel Zeit für Nachbereitung. Jede Szene, die länger als max. 10 Sekunden die gleiche Einstellung zeigt, wird von Zuschauern meist schnell als langweilig empfunden. Die meisten Zuschauer werden meinen Enthusiasmus bzgl. der Reise nicht teilen, da sie nicht dabei waren.

Meine subjektive Sicht: Spare unnötiges Gewicht, da es den Fahrspaß einschränkt. Kann ich kein vernünftiges Video (Know-How, Zeit, ...), plage ich mich nicht unnötig mit dem Mehrgewicht herum.

Die beste Spiegelreflexkamera der Welt bringt mir herzlich wenig - außer vielleicht 2-5kg Mehrgewicht - wenn ich nicht damit umzugehen weiß und - noch viel wichtiger - keine Ahnung von Bildkomposition habe. Weiß ich die zusätzlichen Fähigkeiten einer SLR nicht verwertbar in die Tat umzusetzen oder kommen diese Mehrfähigkeiten zu selten zum Einsatz, dann kann ich mir die unnötige Schlepperei ersparen.

Ich habe weder das eine, noch das andere. Und nachdem ich jahrelang eine dicke SLR samt Objektiven mitgeschleppt habe (genaugenommen habe ich nur meine Karre schwerer gemacht, damit sie im Sturm nicht wegfliegen kann...), habe ich jetzt endlich eine fast optimale Lösung für mich gefunden: Canon G15. Punkt.

Bedienung wie meine SLR. 1.8-2.8 Blende ausreichend brauchbar zum Freistellen und nett lichtstark bei schwacher Beleuchtung.
1A Bildqualität (für Nicht-Profi). Klein & leicht genug für die Tasche meiner Cargo-Hose. Mit einem MagFilter-Adapter superschnelle und kompakte Möglichkeit Filter zu nutzen. Pol-Filter dazu. Funk-Fernauslöser. Leichtes Stativ (Slik Sprint Mini GM II). Für Nichtprofis eine leichte, kleine und super­flexible Variante. (Für den hoch­pro­fessionellen Broterwerb nicht ausreichend.) Einziges Manko: Warum, liebe Canon-Techniker, erzwingt Ihr bei Lang­zeit­belichtungen ISO 80 wo die Kamera mit ISO 3.200 doch noch 1A-Bilder auf den Chip meißelt?? Laßt mich das bitte selbst ent­scheiden...

Direkt vor Abfahrt leider wieder ausgepackt: Drift HD Ghost Helmkamera für Fotos während der Fahrt. Gerade von haarigen Passagen habe ich jetzt keinerlei Bilder...

Achja... Gruppe ODER gute Fotos und viel Zeit... ;)

von links Größenvergleich Drift HD Ghost (mit Fernbedienung), Canon G15 (mit MagFilter-Adapter + Polfilter) und EOS SLR (mit Objektiven)
Größenvergleich Drift, G15, EOS


500_comparisonCameras.jpg 500_g15front.jpg 500_g15frontWfilter.jpg 500_g15Rear.jpg 500_blumeSalambar18.jpg 500_blumeSalambar8.jpg

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