Iran per Motorrad 2013 - Fazit

Rückblick auf umwerfende Freundlichkeit (Stand: 2016/02/25)

Übernachtungen auf Landkarte

Fazit

Menschen - nicht Bauwerke

Es war wieder eine großartige Erfahrung. Natürlich zu kurz - aber so ist es immer. Natürlich nicht genug gesehen. Auch das ist wohl fast immer so.

Wir haben keine Moschee besucht. Kein Mau­soleum betreten. Weder Isfahan, noch Shiraz haben uns von Nahem gesehen. Kein Per­se­polis. Kein Meidan-e Emam. Keine Wind­türme von Yazd. Keine Dasht-e Kavir.

Nein - so gut wie keinen dieser Orte haben wir gesehen. Aber etwas viel Wichtigeres: Wir haben Menschen getroffen. Menschen, die so ganz anders sind als das bei uns gemeinhin in den westlichen Industrienationen ver­brei­tete Bild.

Egal ob im Iran oder im tiefsten Kurden­gebiet, egal, ob einfacher Passant oder ein Religionswächter, der uns umarmt und sich freut wie ein Kind uns zu sehen. Sie alle - hunderte - eint die fast schon unglaubliche Herzlichkeit, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Offenheit. In welchem Land der Welt seid Ihr jemals mind. einmal täglich von wildfremden Menschen beschenkt wurden?
Wir waren dort. Haben uns selbst ein Bild gemacht. Gelebte Realität versus einseitige Berichterstattung. Und die Eindrücke waren so überwältigend positiv. Die Menschen so herz­lich, so freundlich, hilfsbereit, offen.

Nein, kulturell haben wir keinen Kopfstand gemacht. Wir sind schick Motorrad gefahren. Auf Asphalt gemütlich, ruppich und zügig, mit hunderten total durchgeknallten in einem Riesen-Schmelztigel, im Gelände, Sand, Schotter, Schlamm, Felsen & Staub.

Wir sind richtig schick Mopped gefahrn. Und trotz fehlender Zeit für den kulturellen Teil bleibt weit mehr hängen als man meinen mag. Weißt Du, wie ein Qanat funktioniert? Welche die zweit-meist vertretene Religion des Irans ist?

Weiterführende Infos:
- Städte: Isfahan, Shiraz, Yazd
- Sehenswert: Persepolis, Meidan-e Emam,
  Windturm, Ab Anbar, Qanat
- Wüsten: Dasht-e Kavir, Dasht-e Lut

Fahr los!

Wie Träume zu Zielen werden

Reisen erweitert den Horizont. Verändert die Sichtweise. Läßt einen Menschen wachsen. Kon­­ta­­kariert Vorurteile. Stärkt die Toleranz.

Jedwede Form von Reisen. Am meisten aber das Reisen auf eigene Faust. Fernab jed­we­der gewohnter Sicherheit. Fernab des ge­wohn­ten Luxus. Der Sprung ins kalte Wasser.

Und der beginnt mit dem Loslegen.

Plan nicht zu lange. Träume nicht zu lange. Mach aus Träumen Realität.

Träume werden zu Zielen just in dem Mo­ment, wo man Verpflichtungen eingeht. Wo man ein Ticket bucht. Urlaub einreicht. Den Job zu nächstes Jahr im Herbst kündigt.

Wann immer man konkrete Termine festlegt, Abhängigkeiten aufbaut - englisch ein com­mitment aufstellt, hat man den ersten Schritt getan.

Dann muß es nur noch losgehen. Sachen packen und wech.

Dabei nicht zu lang planen. Nicht zuviel durch­­denken. Nicht zuviel ausrüsten. Denn erstens kommt's anders und zweitens als man denkt: Unterwegs lernt man erst, was man anders hätte machen sollen.

Also: Pack Deine sieben Sachen - besser nur 3 ;) - und los geht's. Geh einfach los. Fahr einfach los. Die Welt wartet auf Dich...
Türkei Nähe Tüz Gölü
Türkei Nähe Tüz Gölü

(Ich werde heute Abend meine Anmeldung zur Fjordrally 2014 klarmachen. Dann muß ich... ;)

Menschen

Berichterstattung versus Realität

"Reisen ist tödlich für Vorurteile." - Mark Twain

Nicht größer sein könnten die Kontraste zwischen der üblichen Medien­bericht­er­stat­tung und der selbst erlebbaren Realität vor Ort.

Nie tendiert das Leben zu Einseitigkeit. Immer stellt es sich als ein rundes Ganzes dar. Als eine Summe aller Teile.

Und eben nur einen einzigen Aspekt des großen Ganzen beleuchten in den meisten Fällen die Medien. Dabei ist es egal, ob diese Einseitigkeit begründet sein sollte durch Zeitknappheit im besten Falle oder wissent­licher Manipulation - Propaganda - im schlechteren: Sie geben oft genug nicht das reale Bild wieder. Und hinterlassen dadurch schnell einseitige Eindrücke.
Das reale Bild wird üblicherweise weit weniger durch politische Winkelzüge, Bürokratie & Staatslenkung bestimmt als vielmehr durch Menschen, ihre Verhaltensweisen, das Mit­ein­ander.

Und eben die bestimmenden menschlichen Aspekte treten in bestimmten Ländern - allen voran der Iran - maßgeblich aus­ge­präg­ter, herzlicher, freundlicher und offener zu­ta­ge als in allen mehr oder minder wohl­ha­ben­den west­lichen Industrienationen.

Nirgends sind wir öfter und in einer solchen Intensität freundlich empfangen, herzlichst behandelt & sogar regelmäßig beschenkt wur­­den als im Iran. Superfreundliche Men­schen.
"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche bleibt den Augen verborgen." - nach Antoine de Saint-Exupéry (aus "Der Kleine Prinz")






Die Menschen sind Dein Spiegel.




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